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KULTURERBEN | Culture Heirs e.V.

Europa: Gelebtes Erbe Kulturerben | Culture Heirs e.V.

KULTURERBEN | CULTURE HEIRS e.V. wurde am 3. Mai 2018 anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 von der seit 2011 tätigen Initiative „Schleswig-Holsteinische Kulturerben“ gegründet.
Der interdisziplinär ausgerichtete, gemeinnützige Verein hat das Ziel, generationen- und grenzüberschreitend die Entwicklung von Geschichtsbewusstsein und narrativer Kompetenz in Projekten der angewandten Geschichte zu fördern und so zur Vermittlung von Kulturerbe und Baukultur im Rahmen Kultureller Bildung, Kulturtourismus und Stadtentwicklung beizutragen. Zielgruppe sind interessierte Menschen jeden Alters, die Freude daran haben, das kulturelle Erbe zu bewahren und es zugleich zukunftsorientiert in eine zeitgemäße Sprache zu übersetzen.
Der Verein sucht und fördert die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch mit anderen in- und ausländischen Institutionen.

KULTUR ERBEN: GEGENWART VERSTEHEN. ZUKUNFT GESTALTEN.
Wir verstehen Kultur als alles von Menschenhand Geschaffene. Überlagert, verdeckt und vergessen finden wir die Hinterlassenschaften vergangener Generationen als materielles Kulturerbe in der Kulturlandschaft, in Archiven und Bibliotheken oder als immaterielles Kulturerbe in Sprache, Traditionen, Ritualen und Symbolen wieder. Realität, Idee, Utopie und Fiktion stehen in einem stetigen Wechsel. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bilden gleichsam Orte der „Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen“. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Was finden wir vor? Was hat sich bewährt? Was soll erhalten werden? Was muss an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden? Was wird zur Last?
Jeder Mensch hat seine Geschichte. Wir gehen auf die Suche nach den Geschichten. Erinnern und Erzählen sind die wichtigsten Handlungen für unsere Identitätsbildung und unser Selbstverständnis - als Personen, als Gruppe und als Gesellschaft. Beim Erinnern und Erzählen entstehen innere Bilder, die mit Emotionen besetzt sind - Grundlage für Kulturelle Bildung, Kulturtourismus und Baukultur.

KULTURERBEN FORSCHEN: Ausgehend von Fragen der Gegenwart beginnen alle Projekte mit der „Phase 0“, der Bestandsaufnahme. Spielerisch, gemeinsam, generationenübergreifend, grenzüberschreitend und interkulturell, analog und digital untersuchen und erfassen Kulturerben Stück für Stück ihr Erbe, im Archiv, in Bibliotheken, persönlichen Erinnerungen und mündlichen Überlieferungen. Das Vetorecht hat der Ort! (Karl Schlögel). Er wird zum Tatort Kulturlandschaft. Texten gleich wird die historische Kulturlandschaft analysiert. Welche Kontinuitäten, Brüche und Normverschiebungen finden wir vor? Welche Ereignisse lassen sich ablesen? Was erkennen wir, wenn wir einen Perspektivwechsel vornehmen?

KULTURERBEN VERMITTELN: Entdeckergeist begeistert, Begeisterung steckt an! In einem zweiten Schritt werden die aufgespürten Geschichten von, mit und für Kulturerben auf kreative und spielerische Weise weitererzählt: In Bildungsprojekten peer-to-peer, im Kulturtourismus z.B. als Detektiv spielerisch analog und digital unterwegs, in der Stadt- und Raumplanung mittels Citizen Science und Bürgerbeteiligung.
Historisches Wissen wird mit künstlerischem Handeln verknüpft: Im Mittelpunkt steht die Tat. Wie schreibe ich eine Geschichte? Welche Geschichten möchte ich in meiner Stadt sichtbar machen? Kann ich sie in Architektur oder andere Darstellungsformate wie Tanz übertragen? Kulturerben vermitteln im analog-digitalen Erlebnisort. Kulturerben verstehen die Gegenwart.

KULTURERBEN PARTIZIPIEREN: Kulturerben sind Teil einer demokratischen Gesellschaft, die von Pluralität und kontroverser Diskussion geprägt ist. Über die Teilnahme an unseren Projekten entsteht spielerisch Geschichtsbewusstsein. Historische Zusammenhänge werden erkannt, können dekonstruiert und im Lichte der Gegenwart als individuelle und kollektive Geschichten gedeutet und interpretiert werden. Kulturerben können sich im realen, imaginativen, fiktiven und virtuellen Raum orientieren und an der öffentlichen Debatte über die Deutung des kulturellen Erbes teilnehmen. Wir nennen das Demokratiekompetenz.

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