// Botschafter/Innen

Botschafter/Innen

Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war eine herausragende Würdigung für den deutschen Beitrag des Europäischen Kulturerbejahrs 2018.

Botschafter/Innen: Menschen aus Kultur und Wissenschaft geben dem Kulturerbejahr ein Gesicht

„Ich bin begeisterte Europäerin! Unsere Sprachvielfalt, die Unterschiede bei Mentalitäten und regionalen Gepflogenheiten sind nur der Firnis auf unserer gemeinsamen Geschichte – und unserer Zukunft. Ich freue mich, dass ich als Botschafterin von SHARING HERITAGE meinen Beitrag leisten darf für ein nach innen und außen offenes Europa.“

Julia Beerhold ist eine deutsche Sängerin und Schauspielerin

"Ich selbst empfinde mich als europäisches Gewächs und wurde durch das europäische Kulturerbe geprägt. Das Kulturerbejahr lässt uns alle das Verbindende in Europa entdecken. Ich freue mich deshalb sehr drauf, als Botschafter an SHARING HERITAGE mitwirken zu können.“

Daniel Brühl ist Schauspieler mit deutschen und spanischen Wurzeln

Sir David Chipperfield

„Die künftige Entwicklung unserer Städte und unserer Gesellschaft hängt von der Wertschätzung und dem Verständnis der Physischen Errungenschaften der Vergangenheit ab. Die Architektur unserer Städte ist ein physischer Beleg für unsere kulturellen und gesellschaftlichen Visionen und ein lebendiges Dokument für die kontinuierliche Sedimentierung des Praktischen und des Künstlerischen, des Monumentalen und des Alltäglichen.“

Sir David Chipperfield ist britischer Architekt und hat u.a. den Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin geleitet.

„Ich werde die verschiedenen Botschaften des Europäischen Kulturerbejahres 2018 in Deutschland gerne in die Netzwerke der Wissenschaft in den Bundesländern und international vermitteln. Eine wichtige Dimension des Kulturerbejahres ist die Darstellung von Baukulturerbe und die Verdeutlichung der europäischen, historisch politischen Entstehungsgeschichte. Prädestiniert sind die Netzwerke in der Wissenschaft auch, um junge Menschen anzusprechen und an das Europäische Kulturerbejahr zurück zu vermitteln, wie unsere Zielgruppen sich Partizipation und Gestaltung in der Kulturarbeit vorstellen. Last but not least können Universitäten dafür als experimentierender Raum einbezogen werden.“

Sabine Kunst ist Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin

Prof. Dr. Dr. hc. mult. Hermann Parzinger, President of Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK)

"Europa sieht sich derzeit großen Herausforderungen und Gefahren ausgesetzt: Finanzkrise, Flüchtlingsströme, Brexit, Rechtspopulismus oder einfach nur Lethargie, die vielleicht größte aller Bedrohungen. Die Krisen unserer Zeit lassen sich nur bewältigen, wenn sich die Europäer als historische Schicksals- und kulturelle Wertegemeinschaft verstehen und eine europäische Identität entwickeln, die die lokale, regionale und nationale nicht ersetzen, sondern ergänzen und bereichern soll. Auch diese europäische Dimension gehört untrennbar zu uns. Nie war das kulturelle Europa wichtiger als heute."

Professor Parzinger ist der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK)

"Im Gegensatz zu Kontinenten sind Nationalstaaten ein Konstrukt. Die meisten existieren nicht länger als ein paar Jahrhunderte. Die gefühlsmäßigen Bande, die wir zu unserer Herkunftsregion, der Landschaft und der Lebensweise knüpfen, würden auch ohne eine nationale Zugehörigkeit bestehen. [...] Wenn wir verhindern wollen, dass Europa mit allem, was sich daraus ergeben kann, auseinanderbricht, müssen wir uns jetzt entscheiden, an erster Stelle Europäer zu sein und dann erst Staatsbürger. Wir benötigen eine klare Idee, was es heißt, Europäer zu sein: eine europäische Identitätsdefinition, die für uns alle Platz hat – nicht zuletzt für alle neu hinzugekommenen Europäer."

Janne Teller ist dänische Autorin mit deutschen, italienischen und österreichischen Wurzeln und war 2018 Mitglied der Jury zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

"Die Geschichte zeigt in aller Deutlichkeit, dass Traditionen aussterben, wenn sie nicht weiterentwickelt und herausgefordert werden. Aber die Weiterentwicklung muss natürlich mit Respekt und tiefgreifendem Verständnis für die einzelnen Traditionen geschehen. Ich profitiere täglich vom gemeinsamen europäischen Kulturerbe, und jeden einzelnen Tag werde ich darin bestärkt, dass wir doch letztendlich auf der gleichen Grundlage arbeiten. Musik lebt und entwickelt sich durch Begegnung und Austausch."

Harald Haugaard, Musiker und künstlerischer Leiter des deutsch-dänischen folkBALTICA international Music Festival und Helene Blum, dänische Folk-Musikerin