// Projects // Heimatklänge vor 40.000 Jahren?

Heimatklänge vor 40.000 Jahren?

Europe: Exchange and Movement Haus der Volkskunst

Die weltweit ältesten, bisher bekannten Musikinstrumente - darunter Knochen- und Elfenbeinflöten - sind auf der Schwäbischen Alb in Höhlen gefunden worden. Im Juli 2017 wurde die "Höhlen- und Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb" als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Im urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren gibt es insgesamt 24 Flöten und Fragmente.

Mit unserem Projekt werden wir der spannenden Frage nachgehen, wie die Menschen wohl mit diesen Knochen- und Elfenbeinflöten damals musiziert haben könnten. Dabei erscheint uns ein Erfahrungs- und Informationsaustausch mit einigen europäischen Partnern wichtig und sinnvoll zu sein.

Besonders spannend ist, dass Knochenflöten in anderen Ländern bis zum heutigen Tag von Hirten gespielt werden. Auf abgelegenen europäischen Inseln und Hirtenregionen haben sich sehr archaische Flöteninstrumente, Gesänge und Melodien erhalten. Ein gesamteuropäischer Vergleich ist deshalb besonders wichtig und aufschlussreich.

Die Tatsache, dass in unserer Region (Schwaben) die weltweit ältesten Musikinstrumente gefunden wurden, ist vielen (jungen) Menschen nicht bekannt. Mit unserem Projekt helfen wir, die Identifikation mit der Region und deren überlieferter Kultur zu verbessern.

Im Zusammenwirken aller Beteiligten, werden wir Erkenntnisse über unser sehr altes musikalisch europäisches Kulturerbe gewinnen. Die Erfahrungen der großen europäischen Konzerte von Sackpfeifen in Schwaben, die seit 1997 alle 3 Jahre stattfinden, werden in das Projekt einfließen. Die gemeinsamen europäischen Wurzeln der traditionellen Musik sollen hierbei deutlich werden.

Um dieses Projekt ranken sich viele weitere schöne "Kulturerbe"-Aktionen. Sei es u.a. die Schäferkultur der Alb, oder Workshops mit Jugendlichen, um sie für die Pflege unseres kulturellen Erbes zu begeistern.

Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.