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7 Walks in the Woods

Europa: Erinnerung und Aufbruch Gesellschaft für zeitgenössische Konzepte e.V. (Kunstverein, Kiel, ADKV)

Das Ausstellungsprojekt „7 Walks in the Woods“ nimmt einen verschütteten Eiskeller im Rabenholzer Wald zum Ausgangspunkt künstlerischer Spurensicherungen. Der Rabenholzer Wald liegt in der eiszeitlich geprägten Landschaft Angelns. In den vergangenen Jahrhunderten hat diese Region grundlegende landschaftliche Veränderungen erfahren. So liegt beispielsweise in der Nähe des vermuteten Eiskellers der “trockengelegte” Rabenholzer See, der bis heute ein Feuchtgebiet ist, das nur bedingt betreten werden kann. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier Eis “geerntet”. Bis in unsere Tage sind hier geologische Einflüsse eiszeitlicher Gletscher ebenso sichtbar wie kulturelle Formungen des Landes im Sinne einer versuchten, doch letztlich erfolglosen Landgewinnung.

Die Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit den Fundstücken und Befunden im Rabenholzer Wald auseinander. Sie arbeiten in den Bereichen Spurensicherung, Installation, Skulptur, Fotografie, Film, Intervention, Cultural Mapping, Land Art und Archäologie.

Teilnehmende KünstlerInnen sind: Anja Jensen (Hamburg, Kiel, Münster), Anka Landtau (Struxdorf), Linda Lammert Lildholdt (Kopenhagen, DK), Alexander Pröpster (Hamburg), Clement Price-Thomas (New York) und Sabine Linse (Berlin). Katja Grüneberg-Wehner M.A. und Dr. Jutta Kneisel sind als Wissenschaftlerinnen der CAU in das Projekt miteinbezogen.

Der Ausstellungstitel „7 Walks in the Woods“ bezieht sich auf eine Vorlesungsreihe von Umberto Eco (dt. Titel: Im Wald der Fiktionen; ital. Titel: Sei passegiate nei boschi narrativi, Harvard UP, 1994). In sechs Vorlesungen ging Umberto Eco seinerzeit dem Verhältnis von Fiktion, Narrativität und Realität nach.

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