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Europa: Erinnern und Aufbruch biro:u

EIN KOLLABORATIVES VISUELLES INVENTAR DES BANAT ZUM ANLASS DER AUSRICHTUNG TEMESWARS ALS EUROPÄISCHE KULTURHAUPTSTADT 2021

Gegenstand unserer Betrachtung ist das Banat, ein multi-ethnisches Grenzgebiet in Südosteuropa, welches bedingt durch Geschichte, Politik und Migration die Einflüsse zahlreicher europäischer Kulturen in einzigartiger Weise widerspiegelt. Geprägt durch fortwährende Immigration, Kriege, geopolitische Grenzverschiebungen, sozialistischer Planwirtschaft und kapitalistische Konsumgesellschaft, steht das Banat emblematisch für eine sich im Wandel befindliche Welt.

In Anlehnung an die Ästhetik und Systematik der fotografischen Werke der Fotografen Bernd und Hilla Becher soll das Banat mit seiner charakteristischen Architektur und Landschaft fotografisch inventarisiert werden. Systematisch, objektiv, vergleichbar. Damit wird nicht nur das materielle Erbe der Region nachhaltig bewahrt, sondern zugleich Anstoß für eine Reflexion über die Bedeutung des Nebeneinanders von Alt/Neu und Tradition/Neuorientierung gegeben. Begleitend zu diesen stillen, unbewegten und hintergründigen Fotografien wird das Projekt die vor Ort lebenden Menschen mittels Videoaufnahmen porträtieren und in ihrer Individualität zu Wort kommen lassen.

Zum Anlass der Ausrichtung Temeswars als Europäische Kulturhauptstadt im Jahr 2021, wird im Rahmen des kulturellen Programms, das Ergebnis in Form einer mobilen Ausstellung mit dazugehöriger Buchpublikation und einer Podiumsdiskussion dem breiten Publikum vorgestellt.

Die Zielgruppe sind hierbei die allgemein an der vielfältigen Kultur des Banat interessierte Personen, die vor Ort ansässige Bevölkerung sowie Fachpublikum mit Schwerpunkt Stadtplanung, Architektur, Denkmalschutz und kultureller Anthropologie.