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Berliner Forum für Industriekultur und Gesellschaft. Regionen der Industriekultur im Dialog

Europa: Grenz- und Begegnungsräume Berliner Zentrum Industriekultur

Kaum eine Entwicklung hat die Wirtschafts- und Arbeitswelt der Länder Europas in den letzten zwei Jahrhunderten so sehr geprägt wie die Industrialisierung, wenn auch mit großen regionalen Unterschieden. Nationale Grenzen bildeten oft genug Barrieren für den Handel und dienten als Schutzräume für heimische Industrien. Darüber hinaus führte die wechselvolle Geschichte Europas aber auch immer wieder zu Grenzverschiebungen, die traditionell verbundene Industrieregionen trennte und gleichzeitig neue Zusammenhänge schuf. Nichtsdestotrotz fanden Basiserfindungen, technologische Entwicklungen, Arbeitskräfte, Kapital und Rohstoffe ihren Weg über diese Grenzen hinweg und haben in Europa eine besondere Tradition des Austauschs und der Kooperation begründet. So wäre ohne den internationalen Transfer von Wissen, Technologien und Gütern über Grenzen hinweg die Entwicklung Berlins zur Industriemetropole und später zur „Elektropolis“ nie möglich gewesen.

Vor dem Hintergrund aktueller politischer Debatten über die Bedeutung von regionalen Identitäten und die Beziehungen zu anderen Regionen, sowie dem steigendem Interesse an der Industriekultur – gerade auch als ein europäisches Thema – stellt sich heute wieder verstärkt die Frage nach der Bedeutung und Wirkmächtigkeit der europäischen Binnengrenzen. Entsprechend wagt das Fünfte Berliner Forum für Industriekultur und Gesellschaft am 3. November 2017 einen doppelten Blick über Grenzen hinweg auf die industrielle Geschichte und industriekulturelle Gegenwart in den jeweiligen Regionen Europas und deren historisch-strukturelles Beziehungsgeflecht. Gleichzeitig möchte das Berliner Zentrum Industriekultur dem Dialog zwischen den Regionen eine Plattform bieten und eine Diskussion anregen über alte sowie neue Strategien für grenzüberschreitende Kooperationen zur Bewahrung und Inwertsetzung des industriellen Erbe Europas. Auch das Sechste Berliner Forum für Industriekultur und Gesellschaft im Herbst 2018 wird den Dialog zwischen den Regionen der Industriekultur fortsetzen.

Das Berliner Forum für Industriekultur und Gesellschaft wurde 2012 ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer renommierten Plattform für Akteure, Experten und Netzwerker der Industriekultur entwickelt. Ursprünglich konzentriert auf den Berliner Kontext, hat sich der thematische Fokus seit dem Vierten Forum im Herbst 2016 unter dem Titel „Zentrum und Peripherie. Regionen der Industriekultur im Dialog“, deutlich erweitert.

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