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Bolko von Hochberg: Hommage

Europa: Gelebtes Erbe ArsAugusta

Hans Heinrich XIV. Bolko Graf von Hochberg (1843 im Schloss Fürstenstein bei Waldenburg in Schlesien geboren - 1926 in Bad Salzbrunn gestorben) war ein bedeutender Intendant des Berliner Konzerthauses, Mäzen und Komponist. In der von ihm gegründeten Stadthalle Görlitz fand bis zum Jahr 1942 regelmäßig ein Ereignis statt, bei dem die grössten Orchester, Chöre, Solisten und Dirigenten aus ganz Europa aufgetreten sind, eine Veranstaltung, die dem Kulturraum Schlesien in ganz Europa eine herausragende Stellung verschafft hat und als die Schlesischen Musikfestspiele in die deutsche Musikgeschichte eingegangen sind.

Heute ist Schlesien ein Kulturraum den sich drei Länder teilen: Polen, Tschechien und Deutschland. Bolko von Hochberg, der Adelige mit dem polnischen Vornamen und dem deutschen Nachnamen, ist mit seinem Lebenswerk ebenso zum gemeinsames Kulturerbe geworden. Die von ihm erbaute "Stadthalle Görlitz" befindet sich heute genau an der Grenze zwischen Polen und Deutschland und wird jetzt glücklicherweise wieder saniert. Der Traum vieler Bewohner/innen der geteilten Stadt an der Neisse ist es, künftig in diesem "Tempel" wieder gemeinsame kulturelle Veranstaltungen feiern zu können. Die Europastadt Görlitz-Zgorzelec erlebt ihr zwanzigstes Jahr seit der Verleihung dieses Titels. Im Laufe dieser Zeit ist sie zu einem Symbol der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den zwei Nachbarländern geworden. Wie könnte man dieses Jubiläum besser feiern als mit den Liedern Bolko von Hochbergs, gesungen von polnischen und deutschen Sängern und mit Texten in den unterschiedlichsten Sprachen Europas. Eine Musik, die heute unser aller Kulturerbe ist.

Die Liederabende finden in den drei Orten, die mit dem Leben des Komponisten verbunden sind, statt. Am 10.Juni um 18:00 Uhr, im Schloß Fürstenstein (Zamek Książ) bei Waldenburg (Wałbrzych) einem der schönsten Schlösser in Europa und Geburtsort des Komponisten. Dann in Görlitz (12.Juni ab 18:00 Uhr), wo er in der Stadthalle Görlitz die Schlesische Musikfestspiele geführt hat und schliesslich im Kurtheater Henryk Wieniawski in Bad Salzbrunn (Szczawno Zdrój) um 16:00 Uhr, dem wunderschönen Kurort in Niederschlesien, wo er gestorben ist.

Die Lieder singen Sänger aus dem gemeinsamen Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien: Magdalena Wachowska (Mezzosopran), Jerzy Butryn (Bariton), Thembi Nkosi (Tenor), Rafał Majzner (Tenor), Łucja Krupa (Sopran), Beata Pazio-Grygiel (Sopran), Emma Rothmann (Alt) und Eleni Ioannidou (Sopran, Künstlerische Leitung). Am Flügel spielt Kamil Piotr Grabowski.

Mit der Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Annemarie Franke und unter dem Patronat der Bürgermeister der Städte Görlitz und Zgorzelec. Sponsor: Firma Euroimmun.