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Brücken für Europa

Europa: Erinnern und Aufbruch flotofoto

Für “Erinnerung und Aufbruch“ möchte ich den “Erben des Erbes“, Kindern und Jugendlichen, eine besondere Identifikation mit dem kulturellen Erbe ermöglichen, ein Schul und Studienprojekt mit dem Lise-Meitner Gymnasium (LMG) in Alt Osdorf in Hamburg. Das historische Erinnern steht im Mittelpunkt, es soll ins Gedächtnis rufen, dass die europäische Geschichte trotz vieler Konflikte auf dem jahrhundertelangen Weg von einem friedlichen Miteinander gekennzeichnet ist. Jugendliche der achten Klasse des LMG sollen durch partizipative Methoden und niedrigschwellige Zugänge in die Lage versetzt werden, eigene Fragestellungen zu entwickeln.

SHARING HERITAGE stellt in den Fokus des Europäischen Kulturerbejahres das, was Europa verbindet. Es stellt die Frage, wo europäische Geschichte(n) in Städten, Dörfern und Kulturlandschaften greifbar wird und wie damit künftig bewusster umgegangen werden kann. Es möchte das Bewusstsein für das reiche Erbe Europas fördern und die Bereitschaft zu seiner Bewahrung wecken.

Die europäischen Banknoten wurden von Robert Kalina von der österreichischen Zentralbank entworfen und haben ein sehr symbolträchtiges Design, das auf die verschiedenen Zeitalter der europäischen Kulturgeschichte verweist. Auf der Vorderseite der Scheine sind Fenster und Tore abgebildet, die für den Geist der Offenheit und Zusammenarbeit in der Europäischen Union stehen. Die Rückseite der Scheine zeigt jeweils eine Brücke aus einer bestimmten Stilepoche, Sinnbild für die Verbindung zwischen den Völkern Europas und zwischen Europa und der übrigen Welt und - das sei noch einmal hinzugefügt - der Überwindung von Grenzen.

Der Ausgangspunkt meines Vorschlags ist die Europaserie mit den Brücken auf dem 10 Euro Geldschein, mit typischen Architekturelementen aus unterschiedlichen Stilepochen, die als gemeinsames Kulturerbe in ganz Europa zu finden sind. Auch in Hamburg gibt es eine Europabrücke, sie spannt sich über die Süderelbe. Trotz des mondänen Namens verbindet die rot angestrichene Brücke "nur" Harburg und Wilhelmsburg - die größte Flussinsel Deutschlands, immerhin.

Im April 2018 findet ein Workshop an der LMG statt. Ein kulturgeschichtliches Projekt, eine Stadteroberung, eine Aufforderung genau hinzusehen und zu hinterfragen. Dazu wird auch Sven Bardua über die Brückenmetropole Hamburg, der Baukunst - Technik und Geschichte bis 1945 für Fragen zur Verfügung stehen. Auch Mario Bäumer, Kurator der Brückenausstellung 2009 im MDA, ist zu Interviews bereit.

Ein Film wird im Gymnasium gezeigt und auf hamburg-memory.de veröffentlicht. Gegebenenfalls wird auch eine App entwickelt, in der wir auch ohne Geldschein im Internet durch Hamburg und Europa surfen können .