// Projekte // Coding da Vinci

Coding da Vinci

Europa: Gelebtes Erbe Wikimedia

Was passiert, wenn Kulturinstitutionen mit der Entwickler-, Designer- und Gamescommunity ins Gespräch kommen, um aus frei nutzbaren Kulturdaten neue Anwendungen, mobile Apps, Dienste, Spiele und Visualisierungen zu erstellen?

Coding da Vinci ist der Kulturhackathon in Deutschland: Aus frei lizenziertem und digitalisiertem Kulturgut werden frei nachnutzbare Anwendungen. Denn Coding da Vinci vernetzt technikaffine und kulturbegeisterte Communities mit Kulturinstitutionen, um gemeinsam das kreative Potential, das in unserem digitalen Kulturerbe innewohnt, zu entfalten und weiterzuentwickeln. In einer sechswöchigen Sprintphase entwickeln Teams aus Hacker/innen gemeinsam mit Kulturinstitutionen funktionierende Prototypen z.B. für Apps, Webseiten, Datenvisualisierungen, Spiele oder interaktive Installationen, die überraschende und inspirierende Wege zeigen, wie Sammlungsobjekte von Institutionen auf neue Weisen vermittelt und genutzt werden können.

Seit der Gründung von Coding da Vinci 2014 haben über 60 Kulturinstitutionen aus Deutschland und Europa als Datengeber am Kulturhackathon teilgenommen. Datengeber bei Coding da Vinci kann werden, wer die eigenen Bilder, Sounds, 3D-Objekte, Videos und Metadaten dauerhaft unter einer offenen Lizenz zur uneingeschränkten Nutzung zur Verfügung stellt. Aus den so bereitgestellten Daten sind im Rahmen von Coding da Vinci bisher 54 kreative Projekte entstanden.

Nach den überzeugenden Ergebnissen und dem positiven Feedback der datengebenden Kulturinstitutionen und teilnehmenden Hacker/innen ging Coding da Vinci 2016 erstmals in die Region und fand in Hamburg unter dem Namen Coding da Vinci Nord mit einem Fokus auf den Norden Deutschlands statt. Aus einem zentralen Event wurde so ein dezentrales Projekt mit regionalen Events: 2017 in Berlin-Brandenburg & Hamburg, Rhein-Main und weitere Regionen sind in Vorbereitung für 2018.

Coding da Vinci - Der Kulturhackathon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutsche Digitalen Bibliothek (DDB), der Open Knowledge Foundation Germany e.V. (OKF DE), der Servicestelle Digitalisierung Berlin (digiS) und Wikimedia Deutschland e.V. (WMDE) und ein offizieller Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 in Deutschland.