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Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in den baltischen Ländern

Europa: Grenz- und Begegnungsräume Böckler-Mare-Balticum-Stiftung

Das „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler“ ist ein Übersichts- und Nachschlagewerk sowie Reisehandbuch, das in knapper Form Orts- und Stadtgeschichte vermittelt und die wichtigsten Fakten über Bauwerke und die damit in Zusammenhang stehende Ausstattung in ausgewählten Regionen präsentiert. Das Handbuch orientiert sich grundsätzlich an historisch gewachsenen Kulturlandschaften in aktuellen Staatsgrenzen und administrativen Einheiten.
In den 1990er Jahren erfolgte mit dem „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen“ eine geographische Erweiterung außerhalb der deutschsprachigen Grenzen und zwar nach Ostmitteleuropa, wo eine besondere Situation mit vielfältigen historisch-kulturellen Verflechtungen mit Deutschland vorliegt ("Dehio Ostmitteleuropa"). Nun sollen auch die drei baltischen Staaten - Estland, Lettland und Litauen - in den Blick genommen werden, einschließlich ihrer historischen Kulturregionen Est-, Liv- und Kurland sowie den nordwestlichen Teilen des Großfürstentums Litauens. Parallel zu der von der Dehio-Vereinigung geführten Buchreihe im Deutschen Kunstverlag, wird zudem im Herder-Institut Marburg ein digitales Nachschlagewerk mit online zugänglicher Rechercheoberfläche entwickelt ("Digitaler Dehio").
Das Projekt „Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in den baltischen Ländern“ wurde von der Böckler-Mare-Balticum-Stiftung initiiert, die auf Wissenschaftsförderung mit Schwerpunkt Kunst- und Kulturgeschichte des Ostseeraums und insbesondere des Baltikums spezialisiert ist (Projektkoordination Dr. Ulrike Nürnberger). Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung und der Dehio-Vereinigung (Wissenschaftliche Vereinigung zur Fortführung des kunsttopographischen Werkes von Georg Dehio e. V.) sowie mit den Projektpartnern im Baltikum, derzeit Estnische Kunstakademie / Eesti Kunstiakadeemia und Museum der Estnischen Architektur / Eesti Arhitektuurimuuseum in Tallinn.

Das Projekt ging im Dezember 2017 an den Start und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Gerda Henkel Stiftung und der Böckler-Mare-Balticum-Stiftung finanziert.

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