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Der Essener Domschatz – ein Kirchenschatz von europäischem Rang

Europa: Erinnerung und Aufbruch Domschatzkammer Essen

Im Jahr der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 - Essen war "Bannerträger" des Kulturhauptstadtjahres für das gesamte Ruhrgebiet - waren Geschichte und Kultur des Frauenstifts Essen in zahlreiche Aktivitäten eingebunden. Fast 1.000 Jahre hatte das Essener Frauenstift die Geschichte der Stadt Essen, aber auch großer Teile des heutigen Ruhrgebiets mitgeprägt. In Kunstobjekten und Architektur, in Bibliothek und Archiv, in Musik und Kirchbauten haben die Frauen des Stifts in einer exzellenten Qualität Manifestationen ihres Handelns hinterlassen. Dieses Erbe des Frauenstifts ist ein einzigartiger Bestandteil des kulturellen Erbes Europas und bis heute eindrucksvoll am Essener Dom und seiner Schatzkammer präsent. Die Objekt- und Schriftüberlieferung des einstigen Frauenstifts suchen Ihresgleichen.

Der Essener Domschatz erwuchs aus dem Leben der religiösen Frauengemeinschaft, die seit Mitte des neunten Jahrhunderts in Essen lebte. Der Adlige Altfrid, später Bischof von Hildesheim, gründete um 850 ein vornehmes Stift für adlige Frauen und Mädchen. Das Stift hatte seine erste große Blüte im 10. und 11. Jahrhundert.

In dieser Zeit entstanden die vier kostbaren Gemmenkreuze, die Lilienkrone, das Kreuznagelreliquiar, das Evangeliar der Theophanu mit dem berühmten Buchdeckel und andere Kostbarkeiten, die heute noch in der Schatzkammer aufbewahrt werden. Der siebenarmige Leuchter, ebenfalls um das Jahr 1000 geschaffen, schmückt noch heute die Essener Münsterkirche. Bedeutendstes Kunstwerk dieser Blütezeit ist die Goldene Madonna, älteste vollplastische Marienfigur der Welt. Diese Gruppe von Kunstwerken aus dem 10. und 11. Jahrhundert bildet die weltweit wichtigste Sammlung ottonisch-salischer Goldschmiedekunst.

1802/3 wurde das Frauenstift aufgelöst. Die Stiftskirche wurde zur Pfarrkirche in der Essener Innenstadt. Seit Gründung des Bistums Essen im Jahr 1958 ist sie die Domkirche des Bistums.

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