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Diözesanmuseum und Domschatz Osnabrück – seit 100 Jahren Geschichte neben dem Dom

Europa: Erinnern und Aufbruch Diözesanmuseum und Domschatz Osnabrück

Das Diözesanmuseum und der Domschatz zu Osnabrück feiern 2018 ein ganz besonderes Jubiläum: Im August 1918 öffnete das Haus erstmals seine Türen und gehört seitdem zu den herausragenden Häusern für christliche Kunst.

Das Bistum Osnabrück geht auf die Gründung einer Missionszelle um 780 zurück, der das Bemühen Karls des Großen um eine Eingliederung Sachsens ins fränkische Reich zugrunde liegt. Damit formte der Herrscher Europa nachhaltig. Um das Jahr 800 fand bereits die Erhebung zum Bischofssitz statt. Während frühe Urkunden aus dieser Zeit leider ver- oder gar gefälscht sind, belegt die kostbare Taubenfibel aus dem 9. Jahrhundert diese Entwicklungen und gilt als eines der ältesten Zeugnisse der Christianisierung im Osnabrücker Raum. Sie ist nicht umsonst das herausragende Stück, das die Ausstellung des Diözesanmuseums einleitet.

Die reiche Sammlung des Museums zeigt den kulturhistorischen Rang des Bistums Osnabrück innerhalb Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart. Liturgische Gewänder, wie die kostbare Kasel Bischof Bennos II. finden sich ebenso wie Skulpturen der sogenannten Osnabrücker Meister, die die Blütezeit der Bildhauerkunst im Osnabrück des 16. Jahrhunderts belegen.

Herzstück des Museums ist der Domschatz, der nicht nur museal verstanden wird, sondern quasi als erweiterte Sakristei dient. Bis heute werden die Schreine mit den Reliquien der Heiligen zu den hohen Feiertagen in den Hochaltar des Doms überführt. Das Kapitelskreuz aus dem 11. Jahrhundert war lange Zeit als Vortragekreuz im liturgischen Gebrauch, bevor es seinen Platz im Zentrum der Schatzkammer gefunden hat.

Zum 100-jährigen Bestehen des Diözesanmuseums im Europäischen Kulturerbejahr 2018 finden Sonderausstellungen und weitere Veranstaltungen statt.

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