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Erbstücke. Europäische Geschichten

Europa: Austausch und Bewegung Goethe-Institut

Würfelzucker, Genossenschaften, Ansichtskarten: Diese Erfindungen und Errungenschaften sind nicht einfach nur in Europa, sondern im europäischen Austausch entstanden. Den Würfelzucker etwa erfand ein österreichischer Leiter einer Zuckerfabrik in Mähren, 1843 ließ er ihn patentieren – etwa 30 Jahre, bevor erst ein Franzose und dann ein Belgier Maschinen zur Herstellung des Würfelzuckers erfanden. Oder die Genossenschaften: Sie wurden in Frankreich erdacht, in Großbritannien zur Bewegung und dann in Deutschland breit aufgestellt. Die Ansichtskarte hatte Vorläufer in ganz Europa – in Österreich-Ungarn, Frankreich und England –, bevor Ende des 19. Jahrhunderts ihr Goldenes Zeitalter in Deutschland anbrach.

Unter dem Titel „Erbstück“ sammelt das Goethe-Institut europäische Kulturgüter: Das können Spezialitäten, Traditionen, Phänomene, Musikgenre oder Baustile sein – Voraussetzung ist, dass sie einen Bezug zu mindestens drei europäischen Ländern haben. Das zeigt, dass Kulturerbe in Europa in vielen Teilen nie rein nationalen Ursprungs ist, sondern immer schon im Austausch entstand.

Die „Erbstücke“ präsentieren wir in Form von Videobeiträgen, Artikeln und Bilderstrecken auf goethe.de/erbstuecke. Dort beantworten wir außerdem die wichtigsten Fragen rund ums Thema Kulturerbe.

Zusätzlich veranstaltet das Goethe-Institut Edit-a-thons: Das sind mehrtägige „Editier-Marathons“, bei denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit lokalen Wikimedia-Gruppen Wikipedia-Einträge verfassen und ergänzen. Dabei geht es darum, in den jeweiligen Sprachversionen der Wikipedia-Artikel die gemeinsame europäische Entstehung der „Erbstücke“ herauszuarbeiten, falls diese bisher noch nicht bekannt war.

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