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Ausstellung Mendelsohn Transfer

Die europäische Stadt Architektenkammer Berlin

Die Architektenkammer Berlin beteiligt sich am Europäischen Kulturerbejahr mit der Ausstellung "Mendelsohn Transfer", die am 30. August 2018 eröffnet wird. Das gemeinsame Projekt von Architektenkammer Berlin, Universität der Künste Berlin und IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen zeigt die höchst spannenden Ergebnisse des einjährigen Prozesses, in dem sich Studierende der Masterstudiengänge Architektur und Visuelle Kommunikation mit dem Werk des Architekten Erich Mendelsohn auseinandergesetzt haben.

Erich Mendelsohn, ein überzeugter Europäer, zählt zu den profiliertesten Architekten des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung untersucht das gestalterische und theoretische Erbe Mendelsohns und macht sich auf die Suche nach dessen Relevanz für unsere heutige Zeit. Dabei wurden die Grundelemente der Formentwicklung analysiert und konzeptionelle Entwurfszugänge zu den Themen Architektur, Städtebau und Mediengebrauch untersucht. In dieser Betrachtung erscheint der Architekt nicht als die schon bestens bekannte historische Figur der Frühmoderne, sondern als eigenständiger, erfrischend unabhängiger, technologisch aufgeschlossener Gestalter, dessen innovatives Denken interessante Impulse liefert.

Die Ausstellung ist als Dokumentation einer lebhaften dialogischen Auseinandersetzung der Studierenden mit Erich Mendelsohn angelegt. Die wiederkehrenden Gegensätze in seinem theoretischen wie praktischen Werk bilden dabei einen wichtigen Ausgangspunkt für die Konzeption der Ausstellungselemente: Licht und Schatten, Konstruktion und Hülle, Material und Dynamik, Form und Wahrnehmung, Außen und Innen sowie Tag und Nacht.

Zu den bekanntesten Werken Mendelsohns zählt das Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Berlin-Kreuzberg, das 1930 eingeweiht wurde und heute der Sitz der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen sowie seit 2011 der Architektenkammer Berlin ist. Durch verschiedene Eingriffe wird der Ausstellungraum im Erdgeschoss dieses Gebäudes als Teil des Gesamtwerkes Erich Mendelsohns vom Raum für das ausgestellte Werk zum ausgestellten Werk selbst. Der Flur der Geschäftsstelle der Architektenkammer wird durch eine Sequenz von Bildern in einen Bewegungsraum transformiert, der aus unterschiedlichen Blickrichtungen unterschiedlich erlebt werden kann.

Gemeinsame Ausstellung von Architektenkammer Berlin, der Universität der Künste Berlin (Architektur und Visuelle Kommunikation) und der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen

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