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Europäische Notenspuren. Europa in Leipzig – Von Leipzig nach Europa

Europa: Gelebtes Erbe Notenspur Leipzig

Das Projekt „Europäische Notenspuren. Europa in Leipzig – Von Leipzig nach Europa“ stellt die verbindende Kraft der Musik in Europa in den Mittelpunkt, einem Europa, das sowohl Zeiten des Zusammenwachsens erlebt hat, in denen die Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit prägend waren, als auch Zeiten gewaltsamer Auseinandersetzungen und Umbrüche der politischen Systeme. Auch gegenwärtig sieht sich Europa vor große Herausforderungen gestellt. Das Verhältnis von nationaler Identität und gemeinsamen europäischen Werten und die Frage der Bürgerpartizipation an den gesellschaftlichen Prozessen werden in allen Ländern Europas intensiv diskutiert. Diese Thematik spiegelt sich in all unseren Projektaktivitäten wider.

Europa geschieht, indem sich Menschen aufmachen, einander zu begegnen. Gelebtes kulturelles Erbe kann Werte vermitteln, die wichtig für unser Zusammenleben in Europa sind. Besonders die Musik zeigt, dass wir neben den nationalen Besonderheiten eine gemeinsame Sprache sprechen und schon immer gesprochen haben. Dies haben Edvard Grieg, Mikalojus Konstantinas Čiurlionis und Clara Schumann – Künstler mit einer besonderen Bedeutung für die drei am Projekt beteiligten Länder – auf musikalischem Gebiet in beispielhafter Weise gezeigt und geben dem Projekt ein Gesicht. Ihre Lebenswege haben sich in Leipzig gekreuzt. Mit den in Leipzig gewonnenen Erfahrungen spielten sie eine wichtige Rolle in der musikalischen Entwicklung ihrer Heimatländer. Sie waren nicht nur Künstler und hervorragende Kulturbotschafter Europas, sondern ebenso aktive Bürger ihrer Länder und praktizierende Europäer, so dass aus ihrem Wirken künstlerische Antworten auf die uns heute bewegenden Fragen gefunden werden können. An ihrem musikalischen Erbe anzuknüpfen und es in die Zukunft weiterzuentwickeln, ist ein Plädoyer für die verbindende Kraft der Musik, für Einheit in Vielfalt. Menschen verlieren nicht durch Teilen, sondern bereichern sich gegenseitig. Dieses Anliegen erfüllen wir beim Projekt Europäische Notenspuren durch unterschiedliche Aktivitäten und Begegnungen mit Leben.

Es findet ein wechselseitiger künstlerischer Austausch mit den Partnerländern Litauen (Mikalojus Konstantinas Čiurlionis) und Norwegen (Edvard Grieg) sowie die Erschließung neuer Interessenten für das durch Leipzig pars pro toto repräsentierte europäische Kulturerbe statt. Zweites Kennzeichen des Projektes ist die aktive Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern der beteiligten Länder als Multiplikatoren des gemeinsamen Kulturerbes.

Das aus der Leipziger Bürgerschaft heraus entstandene und seit vielen Jahren entwickelte Notenspur-Vorhaben (Notenspur Leipzig e.V.) geht neue Wege in der Erinnerungskultur, Kulturvermittlung und Bürgerpartizipation. Es schlägt Brücken zwischen Hochkultur und Soziokultur und schreibt die Tradition der bürgerschaftlichen Musikförderung in der Bürgerstadt Leipzig fort. Es bildet eine Klammer und Dachmarke für das außergewöhnliche Musikerbe Leipzigs.

Das Projekt ist zugleich Bestandteil der erfolgreichen Bewerbung Leipzigs um das Europäische Kulturerbe-Siegel mit den authentischen Musikerbe-Stätten der Leipziger Notenspur.

Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.