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Forschungsinfrastruktur Kunstdenkmäler in Ostmitteleuropa

Europa: Austausch und Bewegung Herder-Institut

Das internationale Verbundprojekt mit Partnern aus Deutschland, Polen, Ungarn und der Slowakei hat den Aufbau einer interaktiven kunsthistorischen Forschungsinfrastruktur zum Ziel, mit welcher Methoden, Konzepte und Produkte der digitalen Kunstgeschichte angewendet und erprobt werden sollen. In den Fokus gerückt werden dabei die bislang noch unzureichend gewürdigten spezifischen Leistungen der Kunstproduktion im östlichen Mitteleuropa, einer Region von komplexer historischer Dynamik. Mit der transnationalen Zusammenführung von Dokumentationsdaten und Bildbeständen soll der internationalen Forschung ein Wissensportal zur Verfügung gestellt werden, in dem die vielfältigen Verflechtungen der Kunstentwicklung in Ostmitteleuropa im Zeitraum 1000-1800 ebenso deutlich werden, wie die konkurrierenden wissensgeschichtlichen Bezugnahmen. Die Forschungsinfrastruktur versteht sich als Basis, um Kunstdenkmäler mit ihren Funktionen sowie künstlerische Gattungen und Phänomene adäquat analysieren und sinnvoll im europäischen Gesamtzusammenhang verstehen zu können. Ermöglicht wird damit der vergleichende Blick etwa auf Aspekte der Stil- und Tradierungsgeschichte, des Kulturtransfers, der Auftraggeberschaft sowie der Netzwerkbildung von Künstlern und Baumeistern.

Das Projekt greift mehrere von Herausforderungen auf, vor denen heutzutage Dokumentationsinstitutionen wie Bildarchive stehen: auf internationalem Forschungsstand beruhende Dokumentation von herausragenden Kunstdenkmälern, hochwertige Digitalisierung von historischen Bildmaterialien und Erzeugung aktueller Fotografien des Kulturerbes sowie Bereitstellung valider Daten im Internet in einem zeitgemäßen, nutzerorientierten Angebot für Wissenschaft und Öffentlichkeit. Dieses Vorhaben steht auch in Zusammenhang mit der transnationalen Vernetzung von Institutionen und der Kooperation bei der Erstellung von „traditionellen“ wie auch digitalen Erzeugnissen nach internationalen Standards und nicht zuletzt mit dem sich wandelnden Umgang mit Bildquellen in der Geschichts- und Kulturwissenschaft.

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