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Händel-Festspiele Halle

Europa: Gelebtes Erbe Stiftung Händel-Haus

Georg Friedrich Händel hat sich als in Deutschland geborener und aufgewachsener, in Italien erfolgreicher und schließlich in England lebender Künstler zeitlebens der nationalen Fesseln zu entledigen gewusst: Er ist ein früher Europäer und zugleich ein europäisch denkender Musiker. Händel beherrschte die Musikstile seiner Zeit und wusste sie auf geniale Weise miteinander zu verschmelzen. Damit hat er bereits vor 300 Jahren verstanden, dass es eine sich aus verschiedenen Nationalstilen zusammensetzende und dennoch homogene europäische Kultur gibt.

Die Händel-Festspiele sind das größte Musikfest im Land Sachsen-Anhalt und zählen zu den ältesten und renommiertesten Festivals barocker Musik in Europa. Seit 2013 finden im November zusätzlich „Händel im Herbst“ - die kleinen Händel-Festspiele - statt. Im Gegensatz zu Händel-Festspielen in anderen Städten finden in Halle, der Geburtsstadt des Komponisten, diverse Veranstaltungen an authentischen Händel-Orten, wie der Marktkirche „Unser Lieben Frauen“, wo Händel getauft wurde und der Dom zu Halle, wo er als Organist angestellt war, statt. Seit 1922 sind sie ein Besuchermagnet für Gäste aus aller Welt. Jedes Jahr bringen die Händel-Festspiele mehrere Opern von Händel auf die Bühne. Das breite und facettenreiche Programm reicht von Opernaufführungen, Oratorien, Festkonzerten über genreübergreifenden Veranstaltungen und Kinder- und Jugendprojekte bis hin zu Vorträgen, Exkursionen und der alljährlichen wissenschaftlichen Konferenz.