// Projekte // HumanistenTag: Feiern wir Menschenrechte und Humanismus!

HumanistenTag: Feiern wir Menschenrechte und Humanismus!

Europa: Erinnern und Aufbruch HumanistenTag 2018

Vor 70 Jahren verkündete Eleanor Roosevelt die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – ein epochales Ereignis und auch europäisches Kulturerbe an Werten, das wir gebührend feiern möchten. Gleichermaßen sehen wir die Idee des Humanismus mit den Grundpfeilern Menschlichkeit, Vernunft, Emanzipation, Solidarität und Freiheitsrechten in der Tradition Europas tief verwurzelt und als Teil des europäischen (immateriellen) Kulturerbes. Beides feiern wir auf dem HumanistenTag und es sollen auch Ziele, Hürden und Best-Practices beleuchtet werden.

Vom 22. Bis 24. Juni wird es zu Menschenrechten, Humanismus und den aktuellen politischen Herausforderungen in diesem Themenkomplex Diskussionen, Workshops, Vorträge, ein Kinder-/Jugend- und kulturelles Programm (Musik, Kabarett, Lesungen, Singen der Menschenrechte) geben. Außerdem wird die European Humanist Federation (EHF) zu Gast in Nürnberg, der Stadt des Friedens und der Menschenrechte, sein. Sie hat beratende Funktion bei der Europäischen Kommission. Dadurch erhält auch der HumanistenTag eine internationale Dimension.

Die Besucher/innen sind aufgefordert, sich aktiv einzubringen, eigene Standpunkte zu formulieren und Althergebrachtes zu hinterfragen und es möglicherweise umzuwenden. Dadurch möchten wir mit dem HumanistenTag einen Beitrag zu kooperativem und friedlichem Miteinander leisten. Denn als vor 70 Jahren die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet wurde, waren weder die Menschenrechte noch eine humane Gesellschaft in Europa nicht selbstverständlich. Auf dem HumanistenTag 2018 geht es um das Erkunden der Menschenrechte, humanistischer und politischer Perspektiven sowie dem Umgang damit, im gestern, heute und morgen. Neue Diskussionen und neue Perspektiven sollen hier erschlossen werden.

Auszug aus dem Programm:

- Colored Glasses: Workshop mit Simulation zum Thema Diskriminierung und Menschenrechte
- "Die Gedanken sind frei" - Meinungs- und Pressefreiheit in Zeiten des Autoritarismus, Podiumsdiskussion
- Recht auf Leben. Recht auf Sterben. Podiumsdiskussion
- Gesungene Menschenrechte mit dem Smile Projektchor, Workshop
- Freiheit vs. Sicherheit - Schluss mit der Abwägung. Eröffnungsvortrag
u. v.m.

Hintergrund zur Tradition des Humanismus als europäisches Erbe:
Humanistisches Denken ist mehr als 2.500 Jahre alt. Es wurzelt in der Antike, in der Renaissance und in den Ideen der europäischen Aufklärung, die den „Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“ (Kant) forderte. Heute betont der „Vertrag über die Europäische Union“ die Bedeutung des Humanismus für die Mitgliedsstaaten. Schon in der Präambel wird die kulturelle Tradition benannt, auf die sich die Europäische Union bezieht: „Schöpfend aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas, aus dem sich die unverletzlichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen sowie Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit als universelle Werte entwickelt haben (...)“.