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Lifestyle Fachwerk

Die europäische Stadt Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstaedte e.V.

Zum europäischen Kulturerbejahr 2018 werden unter dem Titel "Lifestyle Fachwerk" vier Projekte zusammengefasst, die alle das Ziel des Erhalts von Fachwerk und des Lebens im Fachwerk zum Inhalt haben.

Über 1000 Jahre bauten die Bürger Europas insbesondere Englands, Frankreichs, Belgiens, Dänemarks und Deutschlands aber auch Teile der Niederlande, der Schweiz, Italiens, Österreichs und Polen ihre Häuser in Fachwerkkonstruktionen. Lediglich Kirche und Adel bauten in Stein. Das zentrale Europa war eine einzige große Fachwerkkulturlandschaft und ist es in vielen Teilen, wie dem Elsass, Nordhessen, Baden-Württemberg, Thüringen, Südniedersachsen und Franken noch heute. Dabei hat allein Deutschland heute noch einen Bestand von circa 2,4 Mio. Fachwerkgebäuden. Fachwerk bestimmte das Leben der Bürger, aber - und dies vielfach bis heute - auch das Aussehen der Städte.

Bei dem Gesamtprojekt ist es nur ein Aspekt, das Fachwerk der Öffentlichkeit näherzubringen. Vielmehr sind die Einzelprojekte so angelegt, dass zum Beispiel die Gefahren durch Leerstand abgewehrt, die Fachwerkgebäude energetisch saniert werden, um auch im Bereich von Energiesparen und CO²-Ausstoß zukunftsfähig zu sein und schließlich auch darum, Migranten in Fachwerkstädten zu integrieren. Dabei ist das Projekt „Kommunen innovativ – Bürgerfonds“ ein Forschungsprojekt mit vier Praxisbeispielen in vier unterschiedlichen Städten bzw. Orten. Zu den Formaten dieses Projektteils gehören die „gelebten“ Ergebnisse aber auch Berichte und Kurzberichte.

Das Kompetenzzentrum Klimaschutz in Fachwerkstädten hat ein Musterhaus im Hessenpark „zum Anfassen“ zum Ziel, aber auch vier Außenstellen in vier Bundesländern, um Fachwerkeigentümer mit Seminaren im Kompetenzzentrum und auch Webinaren (acht bis zehn im Jahr 2018, der erste Titel lautet „Fachwerk und Klimaschutz“) zu animieren.

Das Projekt „Integration & Qualifikation“ strebt an, mit Bürgergruppen in Fachwerkstädten Migranten aufzunehmen und in Bauberufen zu qualifizieren. Die Formate sind Workshops mit Stadtverwaltungen und Bürgergruppen.

Das vierte Projekt gilt eher der Schärfung des Bewusstseins, dass in historischen Fachwerkbauten ein außerordentlicher Lebensstil verwirklicht werden kann. Die Formate sind Broschüren und Plakate (erste Broschüre und Plakate am 15.03.2018).