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Lübecker Holzkeller ,,Lebendige Baustelle” – Jugendbauhütte Lübeck

Die europäische Stadt Kellerprojekt Luebeck

Zahlreiche Holzkeller aus dem 12. Jahrhundert wurden während der Großgrabung von 2009 - 2016 im Lübecker Gründungsviertel - UNESCO Welterbe-Flächendenkmal seit 1987 - entdeckt. Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 baut die Jugendbauhütte Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) diese nun in Zusammenarbeit mit der Abteilung Archäologie der Hansestadt Lübeck in Originalgröße nach.

Die Konstruktion des Kellers aus der Stadtgründungszeit gilt als gesichert, die Technik wurde allgemein angewandt. Alle Holzkeller aus dem Lübecker Gründungsviertel wurden damals als Stecksystem ohne zusätzliche Verbindungselemente aus Eichenholz der Stadtwälder gebaut. Der älteste dieser Art konnte dendrochronologisch auf 1176 datiert werden. Neben einem bereits von der Jugendbauhütte gefertigten Modell im Maßstab 1:10 wird der Lübsche Keller im Maßstab 1:1 auch als Bauprozess in der Ausstellung „Bewegte Zeiten – Archäologie in Deutschland“ von 21. September 2018 bis zum 6. Januar 2019 im Berliner Martin-Gropius-Bau mit authentischen Werkzeugen und historischen Handwerkstechniken nach- und fertiggestellt.

Der Abtransport des halbfertigen Kellers mit Schwellenkranz, sechs Ständern, einem Rähm und Wandbohlen sowie mehreren Eichenstämmen aus Lübecker Wäldern erfolgte Ende August. In Berlin wurden die Teile in die Ausstellungsräume transportiert und zur Weiterverarbeitung vorbereitet.

Das Projekt wird von der Lübecker Possehl-Stiftung und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien über das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 gefördert.

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