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Magische Musikinstrumente (und wo sie zu finden sind)

Europa: Gelebtes Erbe Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung

Ziel des Projekts "Magische Musikinstrumente - und wo sie zu finden sind" ist es, eine multimediale Kinder- und Erwachsenentour durch das Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung zu entwickeln, die den Blick auf die Bandbreite der europäischen Musikinstrumentenbau-Traditionen sowie den damit verbunden Spieltechniken und Klängen auf eine familiengerechte Weise schärft.

Die Tour wird in fünf Sprachen angeboten (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch), um sowohl Tourist*innen als auch den in Berlin ansässigen Communities aus entsprechenden Ländern einen optimalen Zugang zu gewähren. Es ist außerdem das erste multilinguale Familienangebot, das den Besucher*innen ständig zur Verfügung steht.

Die europäischen Musiktraditionen, ebenso wie der europäische Musikinstrumentenbau entwickelten sich über regional gewachsene Formenvielfalt sowie durch kulturellen Austausch und Technologietransfer über politische und geografische Grenzen hinweg. Für nahezu jedes Musikinstrument lassen sich solche historischen und systematischen Entwicklungslinien nachzeichnen. Mit unserem Projekt wollen wir diesen vielfältigen und über Jahrhunderte hinweg andauernden kulturellen Austausch in einer für Kinder und Familien geeigneten Weise erfahrbar und auf unterhaltsame Art verstehbar machen. Gleichzeitig wollen wir dazu beitragen, das reiche musikalische und instrumentenkundliche Erbe lebendig und zugänglich zu erhalten.

„Magische Musikinstrumente (und wo sie zu finden sind)“ weckt Assoziationen an den generationen- und länderübergreifend bekannten Zauberer-Kosmos rund um Harry Potter. Da viele historische Musikinstrumente, deren Spielweise und Klangfarben heute im Allgemeinwissen nicht mehr präsent sind, bieten sich für einen ersten Zugang Objektbeschreibungen in der Formensprache von Magie und Zauberei an.

Parallel werden wir für jedes Objekt eine „nicht-magische“ Textversion mit organologischen und historischen Informationen erstellen. Beispiele: Das berührungslos zu spielende Theremin fasziniert heute noch durch seine magische Anmutung, die physikalische Erklärung dagegen (ein elektromagnetisches Feld reagiert auf die Annäherung des menschlichen Körpers) hat ihren Platz im „nicht-magischen“ Text.

Bei der Violine von Antonio Stradivari drängt sich doch die Frage auf, warum dieses für den Laien äußerlich von anderen Geigen kaum unterscheidbare Instrument einen derartigen Nimbus erlangt hat. Muss hier nicht Zauberei im Spiel sein?

Für jedes Objekt wird es Musikbeispiele geben, dazu wollen wir im Rahmen des Projekts kurze Videos produzieren, in denen die Musikinstrumente themengerecht vorgestellt werden.

Das Projekt wird im ersten Halbjahr 2019 umgesetzt werden. Am 5. Mai 2019 feiern wir den offiziellen Start der Tour mit einem Familiennachmittag im Musikinstrumenten-Museum, der Eintritt ist frei.

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