// Projekte // Mosaic Connection

Mosaic Connection

Europa: Erinnern und Aufbruch Mosaic Connection

Mit dem Projekt „Mosaic Connection“ soll die in Vergessenheit geratene Verbindung zwischen Tirol und Tschechien in puncto Mosaik und Glasmalerei im Zeitraum Ende 19. / Anfang 20. Jahrhundert wieder in Erinnerung gebracht werden. Es ist eine Zusammenarbeit von tschechischen und österreichischen Experten auf diesem Gebiet.

1861 gründeten Albert Neuhauser, Josef Vonstadl und Georg Mader in Innsbruck die „Tiroler Glasmalerei Anstalt“. 1877 eröffnete Neuhauser eine Mosaikwerkstätte, die erste Österreichs und eine der ersten außerhalb Italiens. Tirol besitzt daher eine außergewöhnliche Dichte an Mosaiken und Glasmalereien. Sie sind im Innsbrucker Stadtbild und in vielen Tiroler Orten allgegenwärtig und reichen von monumentalen Fassadenmosaiken bis zu versteckten Juwelen, beispielsweise den zahlreichen Grabmonumenten mit Mosaikgestaltungen. Die „Tiroler Glasmalerei- und Mosaikanstalt" lieferte Mosaike und vor allem Glasfenster in das gesamte Gebiet der k. u. k. Monarchie Sie erhielten aber auch weltweit Aufträge (v.a. USA und Südamerika).

Die Tiroler Werkstätte war nicht nur für die Wiederbelebung der Mosaikkunst in Österreich, sondern auch in Tschechien von Bedeutung. Diese Beziehungen stehen im Mittelpunkt einer Tagung am 1. März 2018 in Innsbruck. Die Aktivitäten der Tiroler Werkstätte im heutigen Tschechien werden in Erinnerung gerufen, beispielsweise deren Fassadenmosaike für Prager Jugendstilbauten. Ein weiteres Thema der Tagung ist die Restaurierung dieser Kulturgüter.

Ergänzt wird die Tagung mit Führungen durch die Werkstätten der „Tiroler Glasmalerei- und Mosaikanstalt“ und zu ausgewählten Mosaiken in Innsbruck und Umgebung. Ein weiterer wichtiger Punkt des Projektes ist die Dokumentation der Mosaike, die von Tiroler Werkstätten im öffentlichen Raum geschaffen wurden.

Ähnliche Projekte