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RAUM FÜR GEDANKEN Gedankenbrücken beiderseits der Oder

Europa: Grenz- und Begegnungsräume Deutsch-Polnischer Kulturverein »blickWechsel« e. V.

Interviews
» 1 Tag in Frankfurt/Oder, 18 Juli am Marktplatz, vor dem Rathaus, Ecke Große Oderstraße und Bischofstraße
» 1 Tag in Słubice, 19 Juli am Plac Sybiraków
» Ausstellung/Performance und szenische Lesung » 1 Tag in Berlin, 3. November | Burgstrasse/Ecke James-Simon-Park/am Adolph-Diesterweg-Denkmal

Ein mobiler Kommunikationsraum lädt Bewohner*innen beidseitig der Oder zum Gedankenaustausch ein. Der »Raum für Gedanken« wird im Zeitraum von 2 Tagen in Frankfurt und Słubice im öffentlichen Raum aufgebaut. Die dort geführte Interviews werden mitgezeichnet (deutsch/polnisch). Außerdem entstehen fotografische Porträts der Orte und der dort lebenden Menschen. Die gesammelten Bild- und Textmaterialien werden im Anschluss aufbereitet und in Form einer Ausstellung/Performance mit der szenischen Lesung in Berlin präsentiert.

Der »Raum für Gedanken« wurde 2014 von der Fotokünstlerin Kathrin Ollroge ins Leben gerufen und reist seitdem durch (bisher) Ostdeutschland, um Gedanken zum Zusammenleben anhand von individuellen Lebensentwürfen und Alltagssituationen zu sammeln. Wie sind die Menschen durch ihr reiches kulturelles Erbe – auch in einem historisch übergreifenden europäischen Gesamtkontext, Lebensumfeld, ihre unmittelbare soziale, geografische, politische Umgebung, die Geschichte ihres Ortes geprägt? Welche Themen bewegen sie im Alltag? Welche Sorgen, Nöte, Ideen, Visionen und Wünsche haben die Menschen für ihre Region und europäische Integration, wie engagieren sie sich im Umfeld? Wie wirkt sich das gesamtgesellschaftliche Klima auf Lebenszufriedenheit und persönliche Sichtweisen der Menschen in den unterschiedlichen Regionen beidseitig der Oder aus?

Der »Raum für Gedanken« versteht sich als wertfreier Raum, in dem O-Töne durch künstlerische Aufbereitung »übersetzt« werden. Somit wird eine Brücke zwischen Zivilgesellschaft und Verantwortungsträgern, Kommunen und Lokalpolitik gebaut, die Anknüpfungspunkte für konstruktive Lösungswege enthalten können, um nachbarschaftliches Zusammenleben zu stärken. In diesem Jahr arbeitet Ollroge erstmals mit Anna Dejewska zusammen, um grenzüberschreitend die polnische Nachbarschaft, die verschiedenen kulturerbe-relevanten Themenfelder und das Befinden der Bewohner*innen an der Landesgrenze Polens zu erforschen.

Gefördert aus Mitteln der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Senatsverwaltung für Kultur und Europa in Berlin.
Projektpartner auf der polnischen Seite ist Poznańska Fundacja Artystyczna.

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