// Projekte // schanzenstrasse 4.0 – Köln

schanzenstrasse 4.0 – Köln

Die europäische Stadt schaelpic photokunstbar und Rheinisches Bildarchiv Köln

Herausragende Industriearchitektur des frühen 20 Jahrhunderts als europäisches Kulturerbe – schanzenstrasse 4.0

Dort, wo bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts Kabel und Stahlseile (unter anderem 1904 das erste Telefonkabel zwischen Deutschland und New York) hergestellt wurde – im weitläufigen Industrieareal rund um die Kölner Schanzenstraße befinden sich seit 1874 herausragende historische Industriebauten, die heute noch einen starken Eindruck von rasanten industriellen Entwicklung in Europa vermitteln.

Heute sind die Industrien in diesem großstädtischem innenstadtnahen Areal weitgehend verdrängt, doch die Bauten werden von neuen Nutzer*innen insbesondere aus der digitalen Dienstleistungsbranche und von Medienunternehmen genutzt. Die historische Bausubstanz vergangener Industriearchitektur bleibt somit erhalten und der tiefgreifende Transformationsprozess unserer Produktionsweisen wird auf diesem Gelände direkt sichtbar und ist Zeugnis herausragender europäischer Industriearchitektur.

schanzenstrasse 4.0 ist eine Fotoausstellung der schaelpic photokunstbar in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Bildarchiv (RBA) mit Gegenüberstellung aktueller künstlerischer fotografischer Positionen und historischen Fotografien von den Industriearealen rund um die Schanzenstraße in Köln.

Die Fotografen und Initiatorinnen der schaelpic photokunstbar Frank Doering, Tobias D. Kern und die Fotokünstlerin Anna C. Wagner setzen in ihren Arbeiten den Wandlungsprozess des über 100 Jahre alten Industrieareals rund um die Schanzenstraße vom Produktionsstandort für Kabel- und Stahlerzeugnisse zum Dienstleistungs- und Produktionsstandort des 21. Jahrhunderts künstlerisch um.

Anna C. Wagner schafft mit einer selbstgebauten Lochkamera im Negativformat 50 x 60 cm experimentelle Architekturfotografien, Frank Doering realisiert künstlerisch-verfremdete Drohnenflug- Sequenzen und Tobias D. Kern zeigt Architekturfragmente als Dia-Unikate im klassischen analogen Aufnahmeformat 8 x 10 inch. Die historischen Aufnahmen aus dem RBA werden als analoge Silbergelatine-Prints präsentiert (Abzüge direkt vom Glas- bzw. Filmnegativ).

Das Rheinische Bildarchiv ist seit 1926 für die fotografische Dokumentation von Kunst und Architektur in Köln und dem Rheinland zuständig. Mit einem Bestand von rund fünf Millionen fotografischen Originalaufnahmen ist es eines der größten Bildarchive zur Kunst, Kultur und Architektur in Deutschland. Ein Teil seines Archivbestandes steht öffentlich unter www.kulturelles-erbe-koeln.de zur Verfügung. Getreu dem Motto des diesjährigen Themenjahrs zum Europäischen Kulturerbe „Sharing heritage“ unterstützt es im Rahmen des Photoszene-Festivals die künstlerische Reflektion über das bauliche Kulturerbe der Schanzenstraße.

Die schaelpic photokunstbar ist ein Projektraum für künstlerische Fotografie im Köln-Mülheimer Medienviertel rund um die Schanzenstraße. Seit 2006 werden dort drei bis vier Ausstellungen im Jahr präsentiert. Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch Vorträge, Filmabende und Workshops. Getragen wird die schaelpic photokunstbar vom Atelier für Mediengestaltung, einer Fachagentur für Kultur- und Wissenschaftskommunikation.

Dauer: 17. September bis 31. Oktober 2018
Ort: schaelpic photokunstbar im Atelier für Mediengestaltung
Schanzenstr. 27, 51063 Köln, Tel. (02 21) 29 99 69 20

Öffnungszeiten:
28.09.: 17 bis 22 Uhr
29.09. und 30.09.2018: 11 bis 19 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung (0221.29996920)

Vernissage: Freitag, 14. September 2018, ab 19:30 Uhr