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Titanen on Tour 2018 – Von Brück bis Weliki Nowgorod

Europa: Austausch und Bewegung Kaltblut Zucht- und Sportverein Brueck e.V.

Europa sind wir - Pferde bringen Frieden!
Die Titanen der Rennbahn gehen mit ihren Kaltblütern wieder auf Tour

Mit acht Planwagen, gezogen von Rheinisch-Deutschen Kaltblutpferden, begeben sich die unternehmungslustigen Kutscher und Begleitpersonen vom Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück e.V. auf historische Tour. Beginnend im brandenburgischen Brück startet der Treck am 18. Juli 2018 über Berlin, Polen, das russische Kaliningrad, Litauen, Lettland und Estland nach Weliki Nowgorod in Russland. Kutscher und Pferde wollen ihr Ziel, die über 1150 Jahre alte Stadt Nowgorod, eine der ältesten Städte Russlands, am 05. Oktober 2018 erreichen.

Damit setzen die Pferdefreunde und mutigen Enthusiasten aus Brück den zweiten Teil ihrer 2009 begonnen Route von Brügge bis Brück nun in östlicher Richtung auf dem alten Hellweg fort. Aus ihren Anfängen in römischer Zeit entwickelte sich im Mittelalter um 1400 diese Wegverbindung zwischen dem belgischen Brügge und dem nordrussischen Nowgorod. Sie ist die längste West-Ostverbindung in Europa. Vor acht Jahren ging die 1200 Kilometer lange Tour der Brücker Vereinsfreunde in 57 Etappen vom flandrischen Brügge über Aachen, Detmold, Hameln, Wolfenbüttel und Magdeburg bis nach Brück.

Nun führt die Tour der Titanen ostwärts über die beachtliche Strecke von 2 300 Kilometern mit über 60 Etappen.

Nach dem Willen der Initiatoren wird sie weit mehr sein als ein pferdesportliches, historisches und touristisches Ereignis: „Europa sind wir - Pferde bringen Frieden“ ist eine Herzenssache der Organisatoren der Friedens-Tour in diesem Jahr. „Wir wollen mit unserer Tour Botschaften der Verständigung zwischen den sechs europäischen Staaten bringen, die wir durchfahren. Wir wollen menschliche Zeichen der Toleranz und Freundschaft zwischen den Nachbarvölkern setzen, gegen Unwissenheit, gefährlichen Nationalismus, der bis zu Ausgrenzung und Hass führt. Wir sind unterwegs für ein freies, friedliches und versöhntes Europa der Zukunft“, so Vereinsvorsitzender Thomas Haseloff.

Mit im Gepäck haben die Reisenden eine Friedensglocke. Immer, wenn der Treck bewohnte Gebiete durchfährt, wird die 70 kg schwere Glocke geläutet. Dabei kann sie von zwei Seiten geläutet werden. Das wird ermöglicht durch die „russische“ Aufhängung. Nicht die Glocke wird bewegt, sondern der Klöppel. Findige „Trecker“ haben die Läuteschnüre so befestigt, dass der Kutscher vom Kutschbock und der „Läutnant“ hinten auf dem Wagen gleichzeitig läuten können.

Am 05. Oktober 2018 erreicht der Treck sein Ziel Nowgorod und überreicht der Stadt einen der Planwagen zusammen mit der Friedensglocke.

Möglich wurde dieses gigantische Projekt erst durch die Förderung mit einer Zuwendung der Kulturstaatsministerin für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 SHARING HERITAGE.