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Was War Europa?

Europa: Gelebtes Erbe Kunsthaus Dahlem

1950 eröffnete im Münchner Haus der Kunst die Ausstellung Werke Europäischer Plastik. Gezeigt wurden in dieser ersten europäischen Schau über 70 Arbeiten von 35 deutschen und elf französischen, englischen, italienischen und schweizerischen Bildhauern, darunter von so prominenten Vertretern wie Henry Moore und Aristide Maillol. Durch die Kontextualisierung der deutschen Nachkriegsbildhauerei mit zentralen Positionen der westeuropäischen Moderne gab die Ausstellung erstmals einen Einblick in das künstlerische Selbstverständnis der deutschen Bildhauer in einem internationalen Kontext und fünf Jahre nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur.

Im Rahmen der Ausstellung "Was war Europa ?" im Kunsthaus Dahlem werden die Werke der Münchner Schau, sofern sie identifizierbar und ausleihbar sind, erneut versammelt. Dabei konzentriert sich die Auswahl auf die deutschen Positionen aus der Münchner Ausstellung. Damals wie heute zeigt die Ausstellung das Bedürfnis der Künstlerinnen und Künstler, sich in einen gesamteuropäischen künstlerischen Kontext einzubetten. Gleichzeitig wird das friedensstiftende Element künstlerisch-kulturellen Austausches betont. So schreiben die Organisatoren im Begleitheft zur Ausstellung 1950: "Mögen die ausgewählten Skulpturen aus den verschiedensten Regionen plastischer Vorstellung sich nicht feindlich gegenüberstehen, sondern durch ihre Qualität eine innere Verwandschaft aufzeigen."

Ausgestellte Künstler*innen: Ernst Barlach, Bernhard Bleeker, Hermann Blumenthal, Georg Brenninger, Alexander Fischer, Hermann Hahn, Philipp Harth, Bernhard Heiliger, Anton Hiller, Ludwig Kasper, Heinrich Kirchner, Richard Knecht, Moissey Kogan, Wilhelm Lehmbruck, Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Priska von Martin, Hans Mettl, Georg Müller, Edwin Scharf, Toni Stadler, Josef Wackerle, Hans Wimmer, Fritz Wrampe.

Ausstellungszeitraum: 29. Juni 2018 – 02. Juni 2019