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Podiumsdiskussion

The Future of European Heritage – National Identities, Inauthentic Europe?

20/11/2018, 18:30 - 21:30
Rue Montoyer 47, 1000 Brüssel, Luxemburg
Image by Dennis Basaldella licensed under CC BY-NC-SA 2.0




Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union
Rue Montoyer 47
1000 Brüssel
Luxemburg

Wie „authentisch“ ist Europa? Die Veranstaltung widmet sich der Frage, wie sich die derzeitige Krise Europas in den einzelnen nationalen Geschichtsbildern und ihren kulturellen Institutionen widerspiegelt: Stehen nationale Traditionen und Identitäten hoch im Kurs, während Europa als „inauthentisch“ empfunden wird?

Vor dem Hintergrund der Frage, was ein gemeinsames und geteiltes europäisches Erbe heute bedeutet und ob dieses auch als authentisch in den einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wahrgenommen wird, will der Workshop den Begriff des Kulturerbes aus europäischer Perspektive kritisch reflektieren. Überschneidungen und Unterschiede beim Zugriff auf das Erbe zwischen den Nationen, aber auch zwischen den Disziplinen – der Geschichtswissenschaft, der Museologie, den Empirischen Kulturwissenschaften, den (Critical) Heritage Studies, der Denkmalpflege und der Tourismusforschung – gilt es auszuloten.

Auf der anschließenden Abendveranstaltung sollen folgende Fragen erörtert werden: Welche historisch argumentierenden Erzählungen über Europa existieren derzeit? Welchen Stellenwert hat das Europäische Erbe in einzelnen Staaten und Regionen? Gibt es überhaupt ein Verständnis für ein geteiltes europäisches Erbe? Welche historischen und identitätsstiftenden gemeinsamen Erfahrungen hat Europa neben dem Ersten und Zweiten Weltkrieg und der Überwindung des Kalten Kriegs und Systemkonflikts? Wie wird Europa in unterschiedlichen Ländern im Museum dargestellt? Wie sind europäische Erfahrungen im Alltag verankert – und lässt sich diesbezüglich ein historischer Wandel feststellen?

Schließlich soll vor dem Hintergrund der aktuellen Identitätskrise Europas die Frage gestellt werden, wie viel gemeinsam geförderte und vor allem welche geisteswissenschaftliche Forschung Europa braucht.

 

Eröffnung
Beate Wieland (Leiterin der Abteilung Forschung im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW)
Petra Kammerevert (MEP)
Bettina Böhm (Generalsekretärin der Leibniz-Gemeinschaft)

Einführung
Stefan Brüggerhoff (Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen)

Diskussion
Martin Conway (Oxford University)
Daniel Hess (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)
Constanze Itzel (House of European History, Brussels)
Johannes Paulmann (Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainz)

Moderation
Julia Stamm (Science Leads, International Consulting Science, Policy & Leadership)

 

Die Veranstaltung wurde initiiert vom Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität.

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