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Ausstellung

Vom Nutzen der Angst – The politics of selection

10/08/2018 - 29/09/2018
Klausstraße 1, 47226 Duisburg, Nordrhein-Westfalen
 St.Barbara, Foto: Christian Huhn




St. Barbara
Klausstraße 1
47226 Duisburg
Nordrhein-Westfalen

In ihrer 3-Kanal-Videoinstallation “Leute wie wir” untersucht die Künstlerin Peggy Buth geschichtliche Zusammenhänge und Verflechtungen, die wesentlich durch die Unternehmenskultur der Friedrich Krupp AG begründet sind und die in unterschiedlichsten Formen die sozialen Verhältnisse im Ruhrgebiet – vom Privaten bis in den urbanen Raum hinein – geprägt haben. Die Arbeit, die erstmals 2017 im Museum Folkwang in Essen gezeigt wurde, ist ein Teil der Gesamtkomposition “Vom Nutzen der Angst – The Politics of Selection”, die der Installation bei der Ruhrtriennale ihren Titel gibt. Die gebürtige Berlinerin untersucht darin „die Verbindung zwischen der Konstruktion von Identität, Medien, Ökonomie, Arbeitermythos und der kapitalistischen Aneignung von Raum“ (Peggy Buth).

Für die Präsentation bei der Ruhrtriennale 2018 ergänzt Peggy Buth die bestehende Video-Installation mit einer zweiten, speziell für das Festival entwickelten Arbeit. Diese erweitert den Blick auf im Ruhrgebiet entstandene, identitätsstiftende Praktiken, welche spezifisch für die hiesige Arbeiterkultur stehen und einen Einblick geben in eine durch das Ende des Bergbaus im Verschwinden begriffene Tradition. Peggy Buth zeigt beide Arbeiten in der seit 2011 profanierten Kirche St. Barbara in Duisburg-Rheinhausen, die in den frühen 1960er Jahren auf ehemaligem Werksgebiet der Hütten- und Bergwerke Rheinhausen AG erbaut wurde. Sie steht mitten in einer Arbeitersiedlung, in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Ort, wo ab den späten 1980er Jahren die Arbeitskämpfe ihren Ausgangspunkt hatten, einem zentralen Motiv in der Video-Arbeit der Künstlerin.

Peggy Buth, die seit 2016 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig als Professorin für Medienkunst unterrichtet, arbeitet konzeptionell und prozessbezogen mit unterschiedlichsten Medien (u. a. Film, Fotografie, Skulptur, Assemblage). Ihre Arbeiten zeigt sie oft in Form großer Rauminstallationen, welche die komplexen inhaltlichen Zusammenhänge ihrer Themen auf eindrückliche Weise unterstützen. So auch in der Kirche St. Barbara, die durch ihre Geschichte und Form selbst ein “sprechender” Teil der Installation wird.

Gesamtkonzept: Peggy Buth
Künstlerische Leitung: Britta Peters, Urbane Künste Ruhr

Die Vernissage findet am 10. August um 17:30 Uhr statt. Ein kostenloser Bus-Transfer verkehrt an diesem Tag um 16.30 Uhr und 18.00 Uhr. Reservierungen für einen Sitzplatz unter Angabe des Tages und der Uhrzeit unter dk@urbanekuensteruhr.de.

Die Installation kann bis zum 23. September 2018 von Dienstag – Sonntag von 12:00-20:00 Uhr besichtigt werden.

Projekt Ansehen