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Der Hollerweg – Den Anfang verstehen, das Erbe erleben. Landschaft in Gezeiten

Europa: Austausch und Bewegung Altes Land

Der Hollerweg verbindet als europäische Radroute Hollerkolonien, ausgehend vom Alten Land in Niedersachsen mit solchen in Polen im Osten und den Niederlanden im Westen.

Der Hollerweg bezeichnet die Art und Weise wie der holländische Einfluss das Alte Land geprägt hat. Der Hollerweg verbindet – europäische Mutter- und Tochterkulturlandschaften, die seit dem 12. Jahrhundert in ganz Europa durch holländische Wasserbauingenieure angelegt wurden. Der Hollerweg macht die Vergangenheit sichtbar, erfahrbar, begreifbar, vergleichbar. Er zeigt eine einzigartige europäische Kulturlandschaft, die gleichzeitig historisch und fortschrittlich ist und bis in die Gegenwart Wirtschafts- und Lebensgrundlage bedeutet.

Das Projekt soll nicht nur historisches und zeitgenössisches Wissen über die jeweiligen Standorte entlang der Route vermitteln, es geht auch der Frage nach, welche Bedeutung das Kulturerbe Altes Land gesellschaftlich und politisch im Zeitgeschehen und in Europa hat. Als Stichworte seien hier genannt: Landesgemeinde Altes Land, Handel-Entwicklung-Fortschritt, Demokratie und Frauenrechte, Holländerrechte. Die Wurzeln, die Tiefe und das Wachstum unseres Kulturerbes sollen an unterschiedlichsten Stellen und für ganz unterschiedliche Besucher erlebbar und erradelbar werden, damit die an vielen Stellen im Alten Land offensichtlichen Kulturgüter nicht nur in ihrer Schönheit, sondern in ihrer ganzen gesellschaftsprägenden Tiefe wahrgenommen werden.

Ziel ist es, die jahrhundertealte Kultur des Alten Landes, die besonderen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, die diese dynamische Kulturlandschaft begründen, für Einheimische und Besucher/innen aus dem In- und Ausland, für Kinder und Jugendliche verständlich aufzubereiten, barrierefrei und physisch zugänglich zu machen und in einen gesellschaftlichen und politischen Bezug - innerhalb Europas - zu setzen.

Gemäß der gemeinsamen europäischen Vergangenheit, soll diese Route unterschiedliche Hollerkolonien miteinander verbinden. Der Schwerpunkt wird zunächst auf einer Trasse Kaag-en-Brassem in den Niederlanden über das Alte Land bis in die Weichselniederung in Polen liegen. Die verschiedenen Projektpartner werden gemeinsam in ihren Ländern an der Verwirklichung dieses Hollerwegs arbeiten.

Am 20. Juni 2018 wird die Ausstellung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz im Museum Altes Land als Teil des Kulturerbejahres durch den Landrat eröffnet. Das Thema lautet: Jugendbauhütten und es geht u.a. um die JBH im Landkreis Stade. Zusätzlich präsentiert das OK Ortskuratorium Stade Förderobjekte aus der Region - auch aus Jork.

Der „Tag des offenen Denkmals“ am 9. September, steht im Alten Land in diesem Jahr ganz im Zeichen von Sharing Heritage. Daneben wird es im Laufe der nächsten Monate verschiedene Veranstaltungen geben, die im Rahmen des Kulturerbejahres das kulturelle Erbe der Hollerkolonie Altes Land an unterschiedlichste Nutzergruppen vermitteln möchten.